14 Oberbergamt Berlin; Rep. 14 Oberbergamt Berlin; 1783-1836 (Bestand)

Archive plan context


Information on content and structure

Title:Rep. 14 Oberbergamt Berlin
Dat. - Findbuch:1783 - 1836
Vorwort:Behördengeschichte

Mit der Gründung des Berg- und Hüttendepartements im Generaldirektorium im Jahre 1768 erhielt die preußische Bergverwaltung erstmalig eine zentrale Leitung. Auf der mittleren Ebene war dagegen die Verwaltung noch nicht vereinheitlicht. 1768 gab es in der Kur- und Neumark an lokalen Bergbehörden das Hüttenamt in der Neumark, das Bergamt in Rüdersdorf und das Hüttenamt zu Neustadt (Dosse), die alle direkt dem Berg- und Hüttendepartement unterstanden. 1776 wurde eine Bergwerks- und Hüttenadministration zu Berlin eingerichtet, der die Hütten- und Messingwerke, Kalkbrennereien, usw. in Brandenburg, Pommern, Preußen und Magdeburg unterstellt wurden. Mit ihr eng verbunden war die Haupttorfadministration zu Berlin, der die Torfinspektion und -gräbereien am Rhin nachgeordnet waren.
Die Reorganisation der Staatsverwaltung unter Stein und Hardenberg wies 1808 die oberste Verwaltung des Berg-, Hütten- und Salinenwesens dem Ministerium des Innern zu, bei dessen Gewerbedepartement es ab 1810 geführt werden sollte. Nach mehrfachem Wechsel der Bergwerksangelegenheiten zwischen dem Innenministerium und dem Ministerium der Finanzen wurden sie 1848 endgültig in das neugebildete Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten eingegliedert.
Auf der mittleren Ebene war seit den Stein-Hardenbergschen Reformen das Oberbergamt Berlin für die „Brandenburg-Preußischen Provinzen" der Nachfolger der alten Bergwerks- und Hüttenadministration zu Berlin. Wie die anderen preußischen Oberbergämter stand es immer direkt unter der zuständigen Zentralbehörde. Sein Zuständigkeitsbereich erstreckte sich auf die Provinzen Brandenburg, Pommern und Posen. Die Haupttorfadministration ging nach 1815 in das Oberbergamt Berlin ein; die Torfgräbereien unterstanden nun ebenfalls diesem.
1838 wurde das Oberbergamt Berlin aufgelöst. Die Verwaltung der Bergwerksangelegenheiten in den genannten Gebieten besorgte seitdem der Brandenburg-Preußische Hauptbergdistrikt in der Ministerialabteilung für Berg-, Hütten- und Salinenwesen im Ministerium der Finanzen. Das landesherrliche Bergwerksregal und das Verleihungs- und Aufsichtsrecht nahm für die Ministerialabteilung in den angegebenen Verwaltungsdistrikten das Bergamt Rüdersdorf wahr. Durch das preußische Berggesetz (Kompetenzgesetz) vom 10. Juni 1861 wurden die bis dahin in Preußen bestehenden Bergämter aufgehoben und ihre Befugnisse auf die neugebildeten Oberbergämter übertragen. Von diesem Zeitpunkt an war das Oberbergamt Halle für die Provinzen Brandenburg und Pommern zuständig.

Bestandsgeschichte

Die Behördenregistratur war unter die Nachfolgebehörden aufgeteilt worden. Der Hauptbestand des Oberbergamtes Berlin befindet sich im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Standort Wernigerode. Ein kleiner Teil der Überlieferung wird im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin-Dahlem unter der Repositur I. HA Rep. 112 Oberbergamt Berlin verwahrt. Der heutige Bestand im BLHA wurde weitgehend aus den 1964 aus den aus dem Bestand Rep. 2A Regierung Potsdam Abt. II herausgelösten Akten sowie aus den 1973 von einem Antiquariat in Wismar angekauften 19 Bänden Zentralrechnungen über sämtliche Kassen des Oberbergamts für die brandenburgisch-preußischen Provinzen, 1817 - 1836 (Vgl. Nr. 4 - 22) gebildet.
Nachfolger:LHA Sachsen-Anhalt, Oberbergamt Halle
Verweis:GStA, I. HA Rep. 121 Ministerium für Handel und Gewerbe, Abt. der Berg-, Hütten- und Salinenverwaltung

Information on extent

Extent:0,44 lfm; 26 Akte(n)

Conditions of access and use

Zitierweise:BLHA, Rep. 14 Oberbergamt Berlin Nr.
 

Usage

Permission required:Keine
Physical Usability:Uneingeschränkt
Accessibility:Öffentlich
 

URL for this unit of description

URL: http://blha-recherche.brandenburg.de/detail.aspx?ID=14407
 
Home|Login|de en fr
Online queries with scopeQuery™