14C; Rep. 14C Bergreviere; 1804-1957 (Bestandsgruppe)

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Ref. code:14C
Title:Rep. 14C Bergreviere
Vorwort:Allgemeine Behördengeschichte

Im Jahre 1861 wurde das Bergamt Rüdersdorf aufgehoben und die Verwaltung des Bergregals und die Bergaufsicht in der Provinz Brandenburg dem Oberbergamt in Halle übertragen. Innerhalb des Bergamtsbereichs waren Bergbeschworene als Lokalinstanzen tätig gewesen, von denen zunächst einer, seit den 50er Jahren drei für das Gebiet der Regierungsbezirke Potsdam und Frankfurt (Oder) zuständig waren. Bei der Neuorganisation der Bergverwaltung 1861 wurden die bisherigen Geschworenenreviere ebenfalls aufgehoben und Sitz und räumlicher Zuständigkeitsbereich neu festgelegt. Das Preußische Allgemeine Berggesetz vom 24. Juni 1865 schuf an Stelle der Geschworenen den Revierbeamten und übertrug ihm als unterer Bergbehörde die Handhabung der Bergpolizei, die sich auf die Sicherheit der Berganlagen, die Sicherung des Lebens und der Gesundheit der Arbeiter und den Schutz der Oberfläche erstreckte und auch die Aufsicht über Aufbereitungsanstalten, Dampfkessel und Triebwerke umfasste. Außerdem hatte er die staatlichen Rechte hinsichtlich der Bergabgaben wahrzunehmen. Schließlich wirkte er bei Mutungen, Konzessionserteilungen und Vermessungen im Auftrag des Oberbergamtes mit. Von 1868 bis 1899 bestand vorübergehend ein viertes Bergrevier für Teile der Provinz Brandenburg. Die Größe der Bergreviere war abhängig von dem Umfang der anfallenden Geschäfte, so dass seit der Jahrhundertwende zwei Bergreviere das Gebiet des sich ausbreitenden niederlausitzschen Braunkohlenbergbaus umfassten, während ein drittes in Frankfurt (Oder) nicht nur für den Rest des Regierungsbezirks Frankfurt (Oder), sondern auch für den ganzen Regierungsbezirk Potsdam, die Stadt Berlin und die Provinz Pommern zuständig war. 1933 ging der Kreis Sorau und der östliche Teil des Kreises Spremberg an das Bergrevier Görlitz im Bereich des Oberbergamtes Breslau über. Durch das Gesetz vom 30. September 1942 über den Aufbau der Reichsbergbehörden wurde das Bergwesen zur Reichssache erklärt und den Ländern entzogen. Mit Wirkung vom 1. April 1943 fand die Neuorganisation des Bergwesens statt. Die drei Bergreviere erhielten die Bezeichnung Bergamt, doch änderte sich am räumlichen Umfang ihres Zuständigkeitsbereiches bis 1945 nichts.

Allgemeine Bestandsgeschichte

Ältere Abgaben der Berggeschworenen und Revierbeamten an das GStA gingen 1945 beim Brand des Magazins in Berlin-Dahlem verloren. Bestandssplitter gelangten 1962 vom Rat des Kreises Senftenberg an das BLHA und wurden hier geordnet und verzeichnet. Die Registraturen der Bergreviere Cottbus und Senftenberg befinden sich im Verwaltungsarchiv der Bergbehörde in Senftenberg. Von dort wurden 1966 etwa 50 lfm Akten übernommen. Verwiesen wird auf korrespondierende Akten des Oberbergamts Halle im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Abteilung Magdeburg.
 

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Permission required:Keine
Physical Usability:Uneingeschränkt
Accessibility:Öffentlich
 

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