10A Domkapitel Brandenburg; Rep. 10A Domkapitel Brandenburg an der Havel (Bestand)

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Title:Rep. 10A Domkapitel Brandenburg an der Havel
Vorwort:Geschichte des Registraturbildners

Gegen Mitte des 12. Jh. gründeten Domherren des Leitzkauer Prämonstratenserstifts, das bis dahin als Kapitel des Brandenburger Bischofs fungiert hatte, in der St. Gotthardtskirche in Parduin in Brandenburg ein Filialstift. Es wurde 1161 auf die Burg Brandenburg verlegt und vom Bischof wenig später zum Domkapitel erhoben. Das Bischofswahlrecht übte das Kapitel weiterhin gemeinsam mit dem Leitzkauer Konvent aus, wurde aber hierin von der Kurie und seit 1447 vom Kurfürsten beschränkt. 1506 wurde das Kapitel in ein weltliches Stift umgewandelt und geriet damit in verstärkte Abhängigkeit vom Kurfürsten. Es mußte dessen Obergerichtsbarkeit anerkennen, auf den Landtagen erscheinen und den Patronat der Dompropstei dem Kurfürsten überlassen. Durch die Einführung der Reformation im Jahre 1541 und in den darauffolgenden Auseinandersetzungen bis zum Jahre 1554 wurde es in ein evangelisches Domkapitel umgewandelt. 1810 fiel es unter das Edikt über die Einziehung der geistlichen Güter, wahrte aber seinen Fortbestand und erhielt 1826 neue Statuten. In dieser Form bestand das Kapitel bis zum Jahre 1930, in dem es in die öffentlich-rechtliche Stiftung Domstift Brandenburg umgewandelt wurde. Den Besitz des Domkapitels bildeten die meist aus mittelalterlichen Schenkungen herrührenden Dörfer Barnewitz, Buckow, Butzow (z. T.), Damme, Etzin (z. T.), Ferchesar b. Brandenburg (z. T.), Garlitz, Gräningen, Kietz, Markee (z. T.), Marzahn, Mützlitz, Niebede (z. T.), Radewege (z. T.), Saaringen, Schmerzke, Tremmen und Zachow, die Vorwerke Gapel, Grabow, Kieck, Mötzow und Seelensdorf und zahlreiche wüst gewordene Orte. 1726 kamen noch Dorf und Vorwerk Lünow hinzu. Ferner besaß das Domkapitel umfangreiche Fischereigerechtigkeiten auf der mittleren und unteren Havel. Das Kapitel besaß - teilweise durch Abtretung von seiten des Bischofs - das Patronat über mehr als 30 Kirchen, darunter über die Stadtkirchen zu Nauen, Ketzin, Mittenwalde.

Bestandsgeschichte

Vor 1945 im Geheimen Staatsarchiv in Berlin-Dahlem (GStA), seit 1950 im BLHA, Urkunden seit 1963. 1957 neu verzeichnet und geordnet. Einige im GStA in Pr.Br.Rep. 16 deponierte Einzelstücke der Provenienz wurden mit dieser vereinigt. Den Hauptbestand an Urkunden (487), 2 Kopialbücher und einen größeren Aktenbestand verwahrt das Archiv des Domstifts.
 

Usage

Permission required:Keine
Physical Usability:Uneingeschränkt
Accessibility:Öffentlich
 

URL for this unit of description

URL: http://blha-recherche.brandenburg.de/detail.aspx?ID=1698023
 
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